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Die im Jahr 1980 geborene Koreanerin Woo Jin Lee hat sich von 1999 bis 2003 an der Ewha Universität in Seoul (Korea) und von 2005 bis 2011 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Günter Umberg und Tatjana Doll ausbilden lassen. Während ihres Studiums in Karlsruhe wurde Woo Jin Lee in den Jahren 2008 und 2009 für Ihre Werke ausgezeichnet. Von 2010 bis 2011 war Woo Jin Lee Meisterschülerin bei Tatjana Doll. Seit September 2011 lebt sie als freischaffende Künstlerin in Karlsruhe.

Aktuell arbeitet Woo Jin Lee innerhalb ihrer Malerei mit Übermalungen und mit Reduktion. Manchmal übermalt sie ein bereits vollendetes Werk komplett oder teilweise mit einem in der Formensprache und der Motivwahl zum ehemaligen Bild reduzierteren Ausdruck. „Dies ist keine Abstraktion, es ist eine Reduktion, und ich arbeite daran, mich weiter zu reduzieren“ kennzeichnet die Künstlerin ihre Arbeitsweise. Parallel zu großformatigen Bildern entstehen wie Zeichnungen angelegte Werke. Die Malerin lässt sich mit Vorliebe von Kinderzeichnungen beeinflussen „Kinder sind noch völlig frei im Kopf. Die Kunst von Kindern ist freie Kunst.“, erklärt Woo Jin Lee. „Und ich denke bei meiner Arbeit an Motive, die in jeder Kultur vertreten sind, wie beispielsweise Sonne, Himmel, Baum, Haus, Menschen.“

Daneben entstanden 2008 erstmals comicartige Gemälde, in denen Teddybären mit menschlichen Zügen agieren. Es sind hässlich-schöne Gegenwelten in denen sich niedliche Figuren einerseits süß und andererseits befremdlich verhalten. Auf ihre ganz eigene Weise machen diese Werke deutlich, was die Künstlerin in ihren Werken verarbeitet: Zwischenmenschliches, Selbstreflexion und Standortsuche zwischen unterschiedlichen Entwicklungen.