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Von den Landschaften und Architekturen Wolfram Scheffels geht eine faszinierende Ästhetik aus. Die Werke des Freiburger Künstlers eröffnen uns Orte der Stille und des Angehaltenseins. Es sind Bilder, in deren Vollkommenheit wir uns direkt hinein wünschen, und (sehn)süchtig betrachten wir bereits die nächste seiner sonnendurchfluteten Ansichten.

Scheffel schafft die Räumlichkeit durch einen gesteigerten Einsatz von Licht und Schatten sowie durch das Übereinandersetzen von einfachen Formen. Die abstrahierten Teile, die zusammengenommen das Motiv bilden, kennzeichnen nur das Wesentlichste der Realität. Gerade noch erkennbar verbinden sich die Bildelemente zu Gebäuden, Bäumen, Bergen oder weiten Ausblicken. Mit der Setzung von Kontrasten erzielt der Künstler, dass die Farbigkeit der einzelnen Flächen von großer Leuchtkraft ist.

Seiner Malerei gehen genaue Skizzen voraus, die direkt am Ort des gefundenen Motivs entstehen. Erst im Atelier erschafft der Maler auf der Leinwand eine neue Wirklichkeit, die eine große Nähe zur real existierenden Landschaft bedeutet. Durch den scheinbar konstruierten Bildaufbau entsteht eine zurückgenommene Räumlichkeit, die zusammen mit der subtilen Farbgebung eine gewisse Distanz und Unnahbarkeit des Dargestellten bewirkt. Scheffel kennzeichnet durch diese bewusst erzeugte Atmosphäre Eindrücke von Unwirklichkeit und Phantastischem. Wie im Traum werden unsere individuellen Erinnerungen geweckt, entdecken wir Vertrautes, um dann eine Bildsprache kennenzulernen, die in ihrer Schönheit eine universellere Bedeutung erreicht.