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Schrill, laut, überbordend, so präsentiert sich Robert Matthes in seiner neuen Ausstellung „Welt retten ... später“ in der galerie grandel. Es ist ein Spiel mit Faszination und Überforderung, auf das wir uns in seinen neuen Werken einlassen. Mehr denn je bedürfen diese Arbeiten einer akribischen Betrachtung, um möglichst kein Detail der vielgestaltigen Komposition zu übersehen.

Die Bild- und Farbelemente breiten sich wie ein gewebtes Material vor uns aus, dessen Muster ein davor oder dahinter nur vage erahnen lässt. Die Leinwand zeigt Ausschnitte eines sich einladend zum Betrachter hin öffnenden Raumes. Uns vertraute Alltagsgegenstände im Vordergrund schaffen eine Identifikationsebene, welche uns erleichtert, sich auf die Flut der im Raum zusammengeschwemmten Motivfragmente einzulassen.

Auf meist großen Formaten beweist Matthes seine souveräne bildnerische Beherrschung. Als genauer Beobachter und kritischer Zeitzeuge wählt er konkrete und mediale Aspekte unserer Realität, die miteinander in Verbindung treten, aber ihres ursprünglichen Sinnes enthoben werden. Möglich wird dies durch Verwendung verschiedenster Techniken, wie der spielerischen Kombination fotorealistischer Malerei mit einer sichtbar gelassenen Aufbringung der Farbe in gesprühten und getropften Spuren. Von der intensiven Farbigkeit angezogen, verwirrt und fasziniert uns die Vielfalt der sich überlagernden gemalten Objektcollagen. Diese speisen sich aus Comic, Graffiti, Popart sowie Werbegrafik. Die Kunst von Robert Matthes bildet damit einen unmittelbaren Bezug zu unserer digitalisierten Gegenwart mit ihren Reizüberflutungen, die in seinen Werken einen soghaften, grellen, visuellen Strudel formen.