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Parallel zum „6. Fotofestival Mannheim Ludwigshafen Heidelberg“ zeigt die galerie grandel Werke der Fotokünstler Sylvia Ballhause, Jürgen Hatzenbühler und Claus Stolz.

Ihnen gemeinsam ist ein forschendes Fragen und Handeln, das mit Fotografie unsere Wahrnehmung auf unterschiedliche Weise herauszufordern weiß.

Mit den riesigen Linsen seines Aufnahmegerätes bündelt Claus Stolz die Strahlung der Sonne und leitet sie auf den fotografischen Film. Schnell hinterlässt die Hitze ihre Spuren in dem sie die verschiedenen Materialien des Films zu schmelzen beginnt oder sogar verbrennt. Das Ergebnis sind auf Fotopapier vergrößerte quadratmetergroße Unikate, die geplatzte, geschmolzene und strapazierte Materialschichten zeigen. Dabei bilden sich feinste Binnenstrukturen aus, welche die Anmutung von in der Petrischale gewachsenen Zellkulturen haben. Stolz erschafft mit seiner Fotografie einen fremden, geheimnisvoll lebendigen Kosmos.

Während bei Claus Stolz das Fotografieren geradezu dem Experimentieren eines Alchemisten gleich kommt, bilden bei Sylvia Ballhause beispielsweise philosophische Betrachtungen den Anlass zum visuellen Experimentieren. Ihre Werke enthalten offensichtliche Irritationen, die seltener für die Aufnahme selbst inszeniert wurden, denn vielmehr tatsächlich Teil des Motivs sind. Dabei beginnt ihre Fotokunst zu erzählen und eröffnet dem Betrachter neben der analytischen eine assoziative Auseinandersetzung. Durch den Einsatz der Fotografie beabsichtigt Jürgen Hatzenbühler nicht Details einer Architektur, einer Landschaft oder eines Menschen abzubilden, sondern die Summe eines Seherlebnisses zu dokumentieren. Durch Langzeitbelichtung sowie einer Ruck- und Dreh-Bewegung kommen leicht verschwommene Farbspuren zur Abbildung, die das Motiv gerade noch zu kennzeichnen vermögen. Mit seinen Werken macht uns Hatzenbühler unsere Sehgewohnheiten und die Möglichkeiten unserer Wahrnehmung bewusst