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Die Graphik Karin Brosas ist gekennzeichnet durch eine virtuose Beherrschung der unterschiedlichen druckgrafischen Techniken. In ihren Werken vereint die Künstlerin Strichätzung, Kaltnadel, Aquatinta und Vernis mou – die Weichgrundätzung miteinander. Auf der Leinwand separiert Brosa gestalterisch durch die Verwendung unterschiedlicher Verfahren des Zeichnens sowie des Malens die Themen- und Wirklichkeitsebenen. Sowohl ihre Graphik als auch ihre Malerei zeigt pointierte Zeit- sowie Gesellschaftskritik und gibt verrätselt Autobiographisches preis. In ihre Motivwelt nimmt Brosa Zitate aus der Kunstgeschichte auf und erweitert damit das Feld an Interpretationen. Daneben bedient sie sich eines Repertoires an menschlichen und tierischen Hauptdarstellern, welche für die Darstellung ihrer vieldeutigen Bildinhalte in immer neue Zusammenhänge gebracht werden. Auf bestimmte Aussagen lässt sich die Kunst Karin Brosas nicht festlegen, denn zu viel Widersprüchliches liegt in den Bedeutungsebenen ihrer motivischen Zusammenhänge verborgen und lässt schnell einen vermeintlich sicheren Boden an Sinnzuschreibungen wieder verlieren. Die Künstlerin forscht vielmehr nach wertvollen Fragen, die jedoch gar nicht so einfach zu stellen sind, außer sie ersinnt für uns eines ihrer amphibolischen Werke.

Karin Brosa ließ sich von 2005 bis 2011 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Volker Lehnert und Cordula Güdemann ausbilden. Ihr Schaffen wurde bereits während ihres Studiums mit Stipendien und Preisen ausgezeichnet. 2014 war Karin Brosa die Preisträgerin des Leipziger Kunstpreises „Ereignis Druckgrafik“. Seit 2012 lebt und arbeitet die Künstlerin in Stuttgart und hat dort an der Freien Kunstschule einen Lehrauftrag für Radierung angenommen.