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Aus den Schriften der Künstlerin: „Die Motive meiner Bilder finde ich zum Einen unmittelbar in meiner Umwelt und zum Anderen in der künstlerischen Arbeit selbst. Grundlegend ist für mich die Wahrnehmung der Natur, aber auch von Menschengeschaffenem. Ich entnehme meine Bildwelt zeichnend aus der Umgebung, füge sie auf meinen Bildern neu zusammen oder hebe für mich Bedeutendes hervor. Die Arbeit an den Motiven verändert diese und erweitert mein Wissen über sie und mein zeichnendes Ich. Die Tatsache, dass viele meiner Arbeiten Landschaften darstellen, ist keinem speziellen ursprünglichen Interesse meinerseits gegenüber der Landschaftsdarstellung in der Kunst geschuldet. Die Landschaften entstehen vielmehr aus der Natur der Sache heraus, sie passieren mir in meiner Auseinandersetzung mit den Dingen. So fand ich Landschaften auf meinen Bildern vor, die mich zwangen, der Frage nach der Bedeutung von Landschaft nachzugehen.“ „Mir wurde klar, dass ein Bild, das nur wenig Raum hat, für mich häufig auch inhaltlich zweidimensional bleibt. Ich brauche den Raum, um die Dinge in komplexere Zusammenhänge stellen zu können. Der Raum gibt den Dingen mehr Realität und Wirklichkeit. Natur als solche ist als Leben sichtbar. Ich meine damit die Pflanzen, die am Wegesrand stehen, auch die Tiere und Menschen, je nachdem wie sie in der Landschaft agieren. Auch die verändernden Eingriffe des Lebens in das Aussehen der Natur sind Ausdruck seiner selbst. Hier zeigt sich die Natur in ihrer Vielfalt, ihrem Lebenswillen. In meinen Bildern versuche ich diesem Gesamteindruck von Welt in seiner Erscheinung als Landschaft und als Leben nachzukommen. Füge ich Dinge zu einer Landschaft zusammen, handelt es sich stets um Fragmente, die neu zusammenfinden. Das Fragmentarische hebt hier nicht nur das Einzelne hervor, es verweist auch auf das Übersehene, die Leerstellen in der Wahrnehmung von Welt.“