startseite > ausstellungen > hinrich zürn zeichnung - blau
heading heading

Bis Ende September des letzten Jahres war der Maler und Bildhauer mit seinem bisher größten Kunstprojekt beschäftigt: Der künstlerischen Gestaltung des 41 Kilometer langen Eppinger Linienweges zwischen Eppingen und Mühlacker für den Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Die Verteidungsanlage „Eppinger Linien“ entstand 1695-97 zur Abwehr der Truppen Ludwigs XIV. zwischen Neckargmünd und Pforzheim. Seit 2013 schuf Hinrich Zürn neun Installationen mit einer Vielzahl von Skulpturen und Gemälden. Diese Installationen sind ein Fenster zur Regional- und Heimatgeschichte, stellen zugleich aktuelle zeitgeschichtliche Bezüge her und geben Denkanstöße und Impulse für das Zusammenleben in einem vereinten Europa. Als künstlerische Reaktion auf das Arbeiten an den Installationen und Skulpturen zu diesem Kunstweg schafft Hinrich Zürn eine Malerei, die eine vollständige Abkehr vom Gegenständlichen zeigt. Kraftvolle und spannungsreiche Gefüge entstehen aktuell in seinem Atelier. Hinrich Zürn macht die Bildinhalte von einer perspektivischen Raumdarstellung unabhängig. Mit seinem individuellen Repertoire an künstlerischen Mitteln schafft der Künstler eine dem jeweiligen Werk selbst eingearbeitete Vermittlung von Räumlichkeit. Er lässt ein Farb- und Formgefüge entstehen, in dem die Dinge verortet werden. Erst durch diese innerbildlichen Beziehungen wird ein Eindruck von Räumlichkeit vermittelt. Mit Linien und Flächen modelliert er den Bildraum und arbeitet dabei mit starken Kontrasten. Der Blick des Betrachters kann sich daher nicht ungehindert durch seine Werke bewegen, sondern ist zum aktiven Sehen aufgefordert.