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In den Werken von Gerd Bannuscher nehmen Landschaften und Tiere geradezu Denkmalcharakter ein. Ganz nahe rückt uns der Künstler die Schönheiten unserer Welt, erschafft mit seinem Pinsel sogar jedes einzelne Haar des Fells eines Wolfes auf der Leinwand neu. Die gemalte Dokumentation unserer Umwelt in überscharfer Realität stellt uns Bannuscher wie einen Spiegel gegenüber. Erkennt sich der Mensch noch als Teil jener Welt, die ihn umgibt, und wissen wir Menschen noch um unseren Ursprung?

Bannuscher sieht es als eine Aufgabe seiner Kunst, uns unsere Verantwortung gegenüber unserer Welt bewusst zu machen. Seine visionäre bis phantastische Darstellungsweise führt jedoch noch weiter und kennzeichnet die metaphysische Ebene in der Bedeutung seiner Werke. Uns eröffnet Bannuscher Fragen nach dem Sein und dem Sollen, nach dem Verhältnis von Ursprung und Zweck sowie nach Natur und Wert – dem Wert für das Überleben.

Hintergründig wird in Bannuschers Werken jene Gefahr abgebildet, welche dem Menschen durch seine von Technik bestimmte Lebenswelt droht: Entfremdung und Entwurzelung. Der Künstler begegnet dieser Gefahr mit seinen Werken, schafft eine Sensibilisierung für eine Diagnose der aktuellen Mensch-Umwelt-Beziehung und regt zudem an das Bild des Menschen in seiner Individualität zeitgemäß zu formulieren. Bannuscher schafft uns eine ästhetische Erfahrung, die uns unser Dasein in der Natur als jenes Individuum bewusst macht, das den Erhalt unserer Welt schafft.