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Die Titel seiner Werke kennzeichnen: Wolfram Scheffel schafft Ansichten, die immer konkret benennbare Landschaften oder Architekturen meinen, jedoch für uns ebenso universell lesbar sein und mehr noch im Detail sogar Symbolcharakter annehmen können. Mit diesen übergeordneten Eigenschaften werden diese Werke zu Sinnbildern unserer individuellen Erinnerungen. Die großen Flächen gewinnen bei diesem Interpretationsansatz an Bedeutung, als diejenigen Orte, an denen das Bild den Betrachter aufnimmt. Es ist gerade eine große gelbe Fläche – wie in Leuchtturm von Marseille, die uns zur Projektionsfläche unserer Erinnerungen wird. Und vielleicht vermag uns das unvergessliche Leuchten eines Weges, eines Himmels oder einer ganzen Landschaft zurück zu bereits intensiv gelebten Stimmungen führen.

In den Dialog zur Malerei Scheffels treten die Holzskulpturen von CW Loth. Die mit der Kettensäge geschaffenen Oberflächen, Durchbrüche, Kanten, Streben sowie Körper werden zugunsten der Gestaltungskraft der Maserung des Holzes sorgfältig geglättet. Dabei löst Loth die blockhafte Form auf, um den umgebenden Raum selbst zum Bestandteil des Werks zu machen. Gleichzeitig entdeckt der Bildhauer die Räume und Körper die dem Holz selbst innewohnen und macht diese mit vorher festgelegten Schnitten sichtbar. Vorsichtig lässt der Künstler Streben stehen, die als Achse fungieren. Die Körper, die Loth aus dem Block löst ohne diesem jemals vollständig die ursprüngliche Form zu nehmen, vermitteln Beweglichkeit. Mit dieser Eigenschaft ausgestattet scheinen seine Skulpturen einmal mehr in die Lage versetzt, ihre Umgebung zu erobern, um diese zu einem Teil ihrer selbst zu machen.