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Es spricht für die konzentrierte Beobachtungsgabe Artur Kurkowskis, dass sich seine Arbeiten mehr und mehr zu zeitkritischen Dokumenten entwickelten. In dem, was wir in seinem Schaffen finden, hält uns dieser Künstler einen Spiegel vor das Gesicht. Die aktuellen Fragen und Probleme, die unser Leben in der Gegenwart bestimmen, werden in seinen Gemälden gekennzeichnet: Der psychologische Einfluss der allgegenwärtigen Werbung, die fortschreitende Technisierung unseres Alltags sowie die damit in Verbindung stehende Schnelllebigkeit oder auch Oberfl ächlichkeit unserer Begegnungen.

Die aktuellen Arbeiten des Mannheimer Künstlers verbinden eine bedeutende Entwicklung: Kurkowski zerstört Arbeiten aus der Zeit seines Studiums, indem er zuerst die Farbe und dann sogar Teile der Grundierung von der Leinwand kratzt. Nur in wenigen kleinen Bereichen bleiben Segmente des alten Gemäldes wie Zitate aus einer vergangenen Zeit stehen. Mit diesem destruktiven Vorgehen befreit sich Kurkowski von den suggestiven Vorgaben seiner Lehrer, um mehr denn je eigenen Wegen zu folgen. Auf den zerstörten Bildoberflächen muss der Künstler auf Strukturen reagieren, die der Zufall vorgibt. Der Maler schafft sich bewusste Herausforderungen an seine Kreativität und seine Gabe zur Kompositionsfindung.

Weiterhin von Bedeutung für sein aktuelles Schaffen ist, dass große Bereiche in den Gemälden nicht gegenständlich, sondern abstrakt formuliert werden. Hier nimmt Kurkowski das vielschichtige Erzählen zugunsten einer freieren Auffassung seiner Malerei zurück.