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Adrian Peters erobert seine Bildräume mit dem Graphitstift, indem er dicht nebeneinander Striche setzt, die sich zu feinen Strukturen und Formen verbinden. Zwischen den gezeichneten Gefügen bleibt das Papier weiß. Es entsteht ein geordnetes Gewirr an Schwarz-Weiß-Systemen, die im Einzelnen an kosmische Erscheinungen erinnern und im Ganzen zu Assoziationen fiktiver Topographien anregen: „Ich interessiere mich für Mikro- und für Makrokosmen, für alles, was unendlich groß und dadurch unendlich klein ist, alles, was unendlich groß und dadurch unendlich klein ist, alles, wo wir selber eine riesige Wahl an Möglichkeiten haben. Auch für die merkwürdigen Streuungen in der Natur, die wiederum mit dem Unendlichen, dem Unsagbaren dicht in Verbindung stehen. Dies ist im Grunde der Duktus meiner Kunst. Ich interessiere mich für das Ursprüngliche, Universelle in uns – das macht für mich die Wesentlichkeit aus.“

Die Seiten eines Asterix-Comix, Holzfuniere, Lochbleche oder Zeitungspapier verwandelt André Wischnewski in anspruchsvoller Detailarbeit zu Formzitaten seiner Kunst. Mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln werden die Materialen mit illusionistischen, raumerobernden Gestaltungen vom Künstler überarbeitet: „Ausgehend von der subkulturellen Nische Graffiti kam ich dazu meine eigene typografische Gesetzmäßigkeit zu entwickeln. Diese bilde ich auf einer zweidimensionalen Ebene als plastischen, dreidimensionalen Körper ab, sodass das Auge auf den ersten Blick nicht mehr zwischen Suggestion und Wirklichkeit unterscheiden kann. Es ist der Drang in einen öffentlichen Raum oder in eine feste und unveränderbare architektonische Vorgabe einzugreifen. So war die plastische Umsetzung eine logische Konsequenz.“