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Sowohl unter Kollegen als auch beim Publikum gilt der im Jahr 2000 verstorbene Joe Hackbarth als einer der bedeutendsten Künstler der phantastischen Malerei und der Kunst der Augentäuschung.

Einer der Schwerpunkte seiner Arbeit sind Stillleben, die zwischen symbolischer Verschlüsselung und surrealer Traumwelt Tod und Vergänglichkeit zum Thema haben. Häufig finden wir Motive, welche die Trompe-l’oeil-Malerei im 17. und 18. Jahrhundert bestimmten: Auf Holz mit einem roten Band befestigte Briefe, Musikinstrumente und Bücherregale. Dann eine Vielzahl von Arbeiten, die den tieferen und ernsten Sinn der Kunst der Augentäuschung verdeutlichen: Wir entdecken, dass den Zifferblättern die Zeiger fehlen, entdecken ein Ei, entdecken die Zigarette – sind das alles ohne Absicht liegengelassene Gegenstände? Vielmehr sind es Utensilien, mit denen uns der Maler in Überdeutlichkeit auf andere Wirklichkeitsebenen führt. Vielleicht schneller als wir es manchmal begreifen, befinden wir uns in halbvergessenen Traumerfahrungen wieder, die weit jenseits von Zeit und Vergänglichkeit liegen. Hackbarth rückt uns die Bildgegenstände entgegen. Auf dunklem Hintergrund erscheint uns die Malerei noch plastischer und greifbar nah.

Eine weitere Gruppe von Arbeiten vertritt den Surrealisten Joe Hackbarth. Den Bildgegenständen und dem Bildpersonal bietet der Maler eine Bühne und inszeniert sie für ihr eigenes Stück. Die Wesen ringen um unsere Aufmerksamkeit, dabei spiegelt sich ihr skurriles Wesen in einer grotesken Erscheinung. Die Darsteller machen es uns schwer, sich auf irgendetwas im Bild zu konzentrieren. Ein Kommentar Hackbarths voll hintergründigen Humors zum Treiben unserer Zeit, das es uns auch immer unmöglicher macht, sich auf eine Sache zu konzentrieren.