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Als phantastischer Maler im doppelten Sinne gehört Joachim Lehrer zu den am häufigsten gezeigten Künstlern im Programm der galerie grandel. Trotzdem ist diese Schau die erste Einzelausstellung des Tübinger Künstlers bei uns. Zu schnell verkauft Lehrer seine Werke, um sich in Einzelausstellungen präsentieren zu können. Gezeigt wird der Maler daher häufig und gerne zusammen mit seiner Künstlergruppe „Neue Meister“, so auch im Jahr 2011 in der galerie grandel. Für Joachim Lehrer ist es eine besondere Ausstellung, denn der Künstler feiert im Verlauf dieser Schau seinen sechzigsten Geburtstag.

Als Bildpersonal seiner phantastischen Welten bestimmte Joachim Lehrer von Anfang an von der Zeit gekennzeichnete Lastwagen, Züge oder Automobile. In einer heiter-melancholischen Landschaft erzählen sie uns von ihrem Leben, eröffnen dem Betrachter ihren individuellen Charakter: „Wir produzieren dauernd Endzeiten und der Betrachter schafft den Bezug zwischen seinen Gedanken und meinen Bildern selbst. Diese Objekte, das sind unsere Stellvertreter, sie erzählen Geschichten, und wir folgen den Spuren dieser rätselhaften Wesen.“

Die Geschichten werden unter Himmeln und in Landschaften erzählt, deren Darstellungsweise eine ausgesprochene Meisterschaft bedeutet. Aufwändig in der Recherche und mühevoll in der Ausführung hat sich der Künstler die Farbherstellung und Maltechniken des niederländischen Barock angeeignet. Bis zu zwanzig Schichten trägt Lehrer übereinander auf, gerade mal so dünn, dass noch die unterste Farbe durchscheint. Der Maler gewinnt mit dieser Technik eine Tiefe und ein Licht in seinen Werken, die den Betrachter zu verzaubern wissen und den Weg in diese phantastischen Welten öffnen.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 11. Januar 2014 kam spontan Norbert Kaiser von artmetropol.tv und drehte mit mir einen „Kultur Schnipsel“. Die „Kultur Schnipsel“ waren Anfang 2014 eine neue Serie auf artmetropol tv und werden als einminütiger Clip gedreht. Der Dreh fand während der gestrigen Eröffnung „Die phantastischen Welten des Joachim Lehrer“ statt, die unsere erste Phantasten-Ausstellung seit unserer Rückkehr nach Mannheim ist. Vor beinahe genau fünf Jahren begannen Dr. Roland Grandel und ich mit der Heidelberger phantastischen Realistin Elke Wassmann am Friedrichsring in Mannheim den Ausstellungsbetrieb – seither wurden insgesamt 40 Ausstellungen an verschiedenen Orten realisiert: zum Video Ich danke Norbert Kaiser herzlich für seinen freundlichen „Überfall“ und für die Veröffentlichung auf youtube.