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Die „Freiheit der Meere“ ist ein Grundsatz aus dem Seevölkerrecht. Danach ist das offene Meer außerhalb der Küstengewässer frei von jeder Staatshoheit und zugleich der Schifffahrt, Luftfahrt, Fischerei und Nachrichtenübermittlung aller Personen sowie Staaten zugänglich.
Cordula Güdemann verschreibt sich auf eigene Weise dem Thema und sucht zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit nach einem spiegelbildlichen Pendant – der „Freiheit der Schiffe“. Auch wenn die Professorin von der Stuttgarter Kunstakademie diesen Ausstellungstitel in der kritischen Reflexion über unsere Gegenwart beschloss, die Werke selbst sprechen aus einer vielgestaltigen Gefühlswelt zu uns. Lässt Güdemann abstrakte Bildzusammenhänge entstehen, ist der Pinselstrich oder das Farbfeld in konzentrierter Vereinzelung dargestellt und erscheint im Detail ohne Bezug zum Umfeld. Das malerische System mit Rhythmus, Verdichtungen und Richtungen erschließt sich in der intensiven Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Werk. Verpflichtet bleibt die Künstlerin auch in diesen neuesten Arbeiten ihrer kraftvoll selbstbewussten, pastosen sowie manchmal frei hingestrichenen Behandlung der Farbe. Im Gegenständlichen lässt Güdemann ihre malerische Ausführung unscharf, umso mehr schafft sie damit Platz für unsere Assoziationen und Emotionen zu ihren dokumentierenden Kommentaren über unsere Zeit. Cordula Güdemann studierte von 1975 bis 1980 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Prof. Dieter Krieg. Ihre Werke wurden mehrfach im In- und Ausland ausgezeichnet. Die Professur für Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bekleidet Güdemann seit 1995.