startseite > ausstellungen > christian patruno - besser vermalt als verschrieben
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Christian Patruno erschafft Gesamtkunstwerke aus Bild und Text. Dabei führt er sowohl seine Kunst als auch deren Präsentation auf verschiedene Wahrnehmungsebenen. Ein vom Künstler gezeichnetes Liniengefl echt zwischen den Bildern bringt jene komplexen Zusammenhänge zur Kenntnis, welche unseren gesellschaftlichen Strukturen entspricht.
Die Texte kommentieren, erklären oder erweitern diese vorgestellten Zusammenhänge mit soziologischen, literarischen, psychologischen oder philosophischen Inhalten. Die Wahrnehmung lässt sich mit einem Theaterbesuch vergleichen. Sowohl Sinnbilder als auch das gesprochene Wort formen Begriffe, die zusammengenommen die Handlung geben und gleichzeitig jeweils für sich interpretiert werden können.

Darüber hinaus stellt uns Patruno mit seiner Arbeitsweise sein eigenes Denken vor. Dennoch lässt der Künstler vieles offen, denn die Motive seiner Werke bilden häufi g Verfremdungen ab. Ebenso können die ausgewählten Texte im Zusammenhang mit der Malerei für jeden eine andere Information bieten. Damit lässt Patruno sich selbst wie auch dem Betrachter Raum für eine igenständige Betrachtung und macht uns zu Elementen dieses dynamischen Systems.

„Ich versuche mit Hilfe eines Diagramms spielerisch eine Struktur wiederzugeben, die das bildliche und sprachliche Denken miteinander verknüpft, aber beide Denkweisen für sich stehen lässt. So soll der Betrachter durch das Benutzen beider Gehirnhälften zu neuen Überlegungen angeregt werden, die im besten Fall zu neuen Erkenntnissen führen. Es geht mir nicht darum, dass der Betrachter mich besser versteht, sondern seine eigenen Sichtweisen entwickelt und formt. Derweil benutze ich das Diagramm, da es für mich die chaotische Ordnung unserer Gesellschaft am besten wiedergibt.“