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In einer Doppelausstellung zeigt die galerie grandel Werke des Künstlerehepaars Hildegard Moritz und Moritz Baumgartl. Baumgartl, der von 1976 bis 2000 Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart war, entwickelte seit Ende der sechziger Jahre seine eigenständige Bild- und Motivsprache. Seine Bildräume sind stets Bühnen, auf denen durch die Betonung von Senkrechten und Waagerechten das Bildpersonal und die Architekturen eine starke Festigkeit erhalten. Alle Dinge, Menschen und Tiere sind zum Stillstand gebracht. Dieses Angehaltensein macht die Motive in sich selbst bewusst und bereitet dem Betrachter Orte der Bewusstmachung. Zudem schafft Baumgartl eine großartig inszenierte Lichtführung. Die bewegt dargestellten Schatten werden dabei zum eigenständigen Motiv. Während die Schatten Schranken schaffen, entgrenzen die Lichtpartien den Bildraum.

Wie die gezeichneten und gemalten Einträge in einem Tagebuch, das aus Bildern besteht, erzählt uns Hildegard Moritz von ruhigen und bewegten Momenten der Beobachtung. Eine dramatische Wirkung erreicht Moritz in ihren Werken, durch eine Veränderung der natürlichen Größenverhältnisse. Während bestimmte Bildgegenstände als Silhouette ausgeführt sind und aus wenigen farbigen Strichen bestehen, lässt die Künstlerin andere Motive große Teile der Bildfl äche einnehmen. Dabei gestaltet Moritz Elemente leuchtend, die eher den Mittel- oder Hintergrund bestimmen. Ihre Bilder leben weniger von der Darstellung als vielmehr aus der Stimmung heraus. Die Dokumentation der Begegnungen mit Menschen und Landschaften in Stimmungsbildern sind für Hildegard Moritz bereits seit ihrem Studium an der Akademie in Stuttgart Ende der fünfziger Jahre die zentralen Themen ihrer Kunst.