startseite > ausstellungen > axel arndt - arbeiten von 1965 bis 1997
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Es war Mitte der sechziger Jahre als Axel Arndt beginnt, seinen Werken ein Repertoire an Stil- und Ausstattungselementen einzuschreiben, das für die folgenden Jahrzehnte zur unverwechselbaren Eigenart seiner Kunst werden sollte. Seinen futuristischen, surrealen Visionen verleiht er in Farbigkeit und Kompositionsfindung Klarheit und Ordnung. Bekannt wurde er für seine Stadtlandschaften, in denen Arndt schicksalhaft Autobiographisches und „science fiction art“ auf vieldeutige Weise gegenüberstellt. Dabei greift „science fiction art“ einen Begriff auf, den der gebürtige Berliner seinen Bildideen 1971 selbst gab. Architektonische Zitate der Stadt Berlin bilden Relikte einer Gegenwart, die in diesen menschenleeren Bildwelten längst Vergangenheit bedeuten müssen. Überdimensionale Tankbehältnisse, Bunkeranlagen, Kultgebäude und Monumente werden in diesen präzise formulierten Fiktionen zu stadtbildprägenden Elementen. Der Präzision in der malerischen Darstellung gehen detaillierte Entwurfsblätter voraus, welche ihren Ursprung in Bleistift- oder Kreideskizzen haben. Die Skizzen wiederum sind häufig durch Träume veranlasst.

Bei aller Rätselhaftigkeit, welche den ambivalenten Botschaften dieser dominierenden Bildgegenstände innewohnte, wusste Arndt, dass seine figurative Malerei viel über seine eigene Person zu erkennen gab. Von Anfang an und immer wieder aufs Neue bewegte seine Arbeit gleichberechtigt das abstrakte Schaffen. Das Zufällige im Loslassen der Farbe oder die unbewusste und konzentrierte Führung eines Zeichengerätes bestimmten diese andere künstlerische Arbeitsweise Axel Arndts. Nach der großen Schau der galerie grandel im Wasserschloss Bad Rappenau 2011 legt die Ausstellung in Mannheim den Fokus auf das abstrakte Werk des Künstlers.