Die Graphitzeichnungen von Adrian Peters entstehen durch besonders fein gesetzte Striche. Als Vorbild dienen Peters zufällige Streuungen und die natürlichen Veränderungen der Strukturen bestimmter Materialien. Beispielsweise fließen die Schattenspiele von sich im Wind bewegenden Blättern in die Motivfindung des Zeichners Adrian Peters ein. Mit dem Graphitstift schafft er eine präzise grafische Umsetzung und entwickelt die entdeckten Formen zu markanten Gefügen weiter, die auf den ersten Blick an Geländefotografien erinnern. Magische energiegeladene Landschaften öffnen sich vor uns, in denen jedes Element auf geheimnisvolle Weise mit dem anderen in Verbindung zu stehen scheint.
Eva-Maria Lopez studiert Städte, kundschaftet deren individuelle Lebenswirklichkeiten aus. Auf ihren Expeditionen in die Stadtlandschaften fotografiert die Künstlerin ohne Stativ, um den unmittelbaren Eindruck einzufangen. Die Aufnahmen werden von der Fotografin nicht bearbeitet. Als Stadtbewohner sollte uns ein dokumentiertes städtisches Umfeld nicht fremd sein, jedoch erzeugt Lopez durch die Wahl ihrer Motive bei uns Irritationen. Mit ihren Entdeckungen im Stadtraum kann uns die Künstlerin verunsichern, denn sie spürt Spiegelungen auf Glasflächen nach und bannt außergewöhnliche architektonische Durchblicke. Das Ergebnis sind Arbeiten, die durch unsere Blicke erforscht werden wollen. Magnetisierend wirkt dabei die wechselnd malerische oder grafische ästhetik ihrer Fotografien.